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Werkabteilung Zentralschmiede Freitag, 1.10.2010

Um 1936 begann die Deutsche Reichsbahn mit den Planungen zum Bau einer Zentralschmiede als Werkabteilung des RAW Cannstatt auf dem Gelände des Rangierbahnhofes Kornwestheim. Die Aufgabe der Werkabteilung bestand in der Herstellung von Bauteilen für Dampflokomotiven. Die Baumaßnahmen dauerten von 1939 bis 1941. Hier wurden unter anderem die Stehbolzen für Dampfkessel hergestellt und Stahlschwellen aufgearbeitet. Die Zentralschmiede blieb bis 1977 in Betrieb. Acht Jahre später wurde das Gebäude abgerissen.

Mein Modell ist das dritte und wichtigste von insgesamt vier geplanten Modellen eines Industriegebäude-Ensembles. Seine Grundfläche von 50×147 Metern bietet bei einer Anzahl von 3.000 Dreiecken ein sehr günstiges Verhältnis von 0,41 Polygonen pro überdecktem Quadratmeter.

Diskussionen zu diesem Beitrag im Foo’rum.

Sauerstofferzeugungsanlage Freitag, 5.06.2009

Dieses Gebäude einer ehemaligen Sauerstofferzeugungsanlage der Bezirks-Zentralschmiede Kornwestheim ist nach dem Krafthaus das zweite von insgesamt vier geplanten Modellen eines Industrie-Ensembles. Das Original wurde 1941 erbaut und diente der Herstellung von Sauerstoff, welches in der Zentralschmiede für die verschiedenen Fertigungsprozesse benötigt wurde. Das Gebäude ist erhalten geblieben und beherbergt heute einen türkischen Kulturverein.

Das Modell befindet sich in der Entstehungsphase, etwa 90% sind fertiggestellt.

Krafthaus Dienstag, 20.11.2007

In dem Bestreben, für Industriegebiete universell einsatzbare Werkgebäude zu erschaffen, fiel meine Wahl auf das Krafthaus der ehemaligen Bezirks-Zentralschmiede Kornwestheim. Das Gebäude diente als Generatorhaus zur Stromerzeugung. Es hat die Zeiten fast unverandert überdauert und existiert noch heute, auch wenn es inzwischen einen anderen Zweck erfüllt. Der 60 Meter hohe Schornstein wurde 2009 abgerissen.

Sowohl allein stehend als auch in Komposition mit dem RAW-Gebäude macht die Werkhalle eine sehr gute Figur.

heizwerk_2.jpgwiplokhalle6js1.jpgwerkhalle.jpgwerkhalle_1.jpgwerkhalle_2.jpg

Reichsbahnausbesserungswerk Donnerstag, 15.11.2007

wiplokhalle13ov2Reichsbahnausbesserungswerke (RAW), davor auch „Centralwerkstätten“ oder „Hauptwerkstätten“ genannt, dienten in erster Linie der Instandhaltung und auch dem Neubau von Schienenfahrzeugen oder deren Komponenten. Im Gegensatz zu Bahnbetriebswerken (Bw), die alltägliche kleinere Arbeiten übernehmen, sind Ausbesserungswerke auf größere Reparaturen, Hauptuntersuchungen und die Aufarbeitung von Tauschteilen spezialisiert. Ferner erfolgen Umbauten und Modernisierungen von Fahrzeugen, sowie in Einzelfällen der Neubau von Schienenfahrzeugen. Neben der Unterhaltung der Fahrzeuge übernehmen manche Ausbesserungswerke auch das Anfertigen von Weichen, den Bau von Signalbrücken, Bahnsteigdächern und ähnlichen Stahlbauten. Je nach Spezialisierung der Ausbesserungswerke spricht man auch von Reisezugwagenwerken (Wartung von Personenwagen), Güterwagenwerken (Wartung von Güterwagen) und Weichenwerken (Herstellung von Weichen).

Das Modell hat kein konkretes Vorbild, orientiert sich äußerlich jedoch zum größten Teil an der so genannten „Lokhalle“ Göttingen. Jeder, der auf einer Zugfahrt von Hannover nach Kassel am Hauptbahnhof in Göttingen rechts aus dem Zug schaut, kann den gewaltigen Backsteinbau dort bestaunen.

Mein Ziel war es, eine Halle zu erschaffen, die mit wenigen Veränderungen auch eine Fabrikhalle für Flugzeuge oder Panzer abgeben kann. In Kombination mit den Modellen der Zentralschmiede, dem Krafthaus und den anderen aus meinem Industriegebäude-Ensembles lassen sich große und authentisch wirkende Fabrikhallenkomplexe zusammenstellen.

Die Anzahl der verbauten Poligone hört sich mit 5.200 für ein Gebäude zunächst zwar sehr hoch an, jedoch muss man bedenken, dass diese große Halle mit einer Grundfläche von 85×168 Metern ein sehr günstiges Verhältnis von nur 0,35 Poligonen pro überdecktem Quadratmeter erreicht. Zum Vergleich: ein mittelgroßes Stadthaus mit einer Grundfläche von 10×10 Metern und 300 verbauten Poligonen schafft nur ein Verhältnis von 3 und geht damit etwa zehnmal mehr verschwenderisch mit Poligonen um als die RAW-Halle.

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