Die Idee, deutsche Großstädte durch gigantische Trutzburgen gegen feindliche Luftangriffe zu schützen, wurde Anfang der 1940er Jahre in die Tat umgesetzt. In Berlin, Hamburg und Wien entstanden diese gigantischen Flaktürme, stets paarweise errichtet: ein Gefechtsturm, der die Geschütze trug, sowie ein Leitturm, auf dem die Feuerleitung untergebracht war. Als Hauptbewaffnung waren auf der oberen Gefechtsebene je vier schwere Flakzwillinge 12,8 cm (Flak 40) vorgesehen, sowie zahlreiche leichte Flak auf der unteren Gefechtsebene. Auf manchen Leittürmen wurden Radargeräte vom Typ „Würzburg Riese” aufgestellt.
Der Gefechtsturm Typ I, von dem insgesamt vier Exemplare gebaut wurden, hat eine Seitenlänge von 75 Metern und ist über 50 Meter hoch. Noch heute kann man ein unversehrtes Exemplar dieses Turmtyps in Hamburg besichtigen. Die Überreste zweier zerstörter Türme dieses Typs befinden sich in Berlin.


