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Reichsbahnausbesserungswerk

Reichsbahnausbesserungswerke (RAW), davor auch „Centralwerkstätten“ oder „Hauptwerkstätten“ genannt, dienten in erster Linie der Instandhaltung und auch dem Neubau von Schienenfahrzeugen oder deren Komponenten. Im Gegensatz zu Bahnbetriebswerken (Bw), die alltägliche kleinere Arbeiten übernehmen, sind Ausbesserungswerke auf größere Reparaturen, Hauptuntersuchungen und die Aufarbeitung von Tauschteilen spezialisiert. Ferner erfolgen Umbauten und Modernisierungen von Fahrzeugen, sowie in Einzelfällen der Neubau von Schienenfahrzeugen. Neben der Unterhaltung der Fahrzeuge übernehmen manche Ausbesserungswerke auch das Anfertigen von Weichen, den Bau von Signalbrücken, Bahnsteigdächern und ähnlichen Stahlbauten. Je nach Spezialisierung der Ausbesserungswerke spricht man auch von Reisezugwagenwerken (Wartung von Personenwagen), Güterwagenwerken (Wartung von Güterwagen) und Weichenwerken (Herstellung von Weichen).

Das Modell hat kein konkretes Vorbild, orientiert sich äußerlich jedoch zum größten Teil an der so genannten „Lokhalle“ Göttingen. Jeder, der auf einer Zugfahrt von Hannover nach Kassel am Hauptbahnhof in Göttingen rechts aus dem Zug schaut, kann den gewaltigen Backsteinbau dort bestaunen.

Reichsbahnausbesserungswerk
  • Deutschland
  • Industriegebäude
  • 1930
  • 168 × 85 m
  • ca. 14200 m²
  • ca. 4700
  • ca. 5500
  • 2 × 1024 × 1024 px

Mein Ziel war es, eine Halle zu erschaffen, die mit wenigen Veränderungen auch eine Fabrikhalle für Flugzeuge oder Panzer abgeben kann. So entstand ein Gebäude im Stil einer dreischiffigen symmetrischen Basilika mit 16 Jochen. Das Mittelschiff ist auf ganzer Länge durch einen Fenstergaden erhöht. Auf dem Dach sorgen zahlreiche Oberlichter für ausreichende Beleuchtung des Inneren. Die Fassaden sind zwischen den angedeuteten Stahlbetonstützen mit roten Mauerziegeln ausgefacht und durch kräftige Lisenen reich gestaltet. In Kombination mit meinen anderen Industriegebäuden lassen sich große und authentisch wirkende Fabrikhallenkomplexe zusammenstellen.

Die Anzahl der verbauten Poligone hört sich mit 4.700 für ein Gebäude zunächst zwar sehr hoch an, jedoch muss man bedenken, dass diese große Halle mit einer Grundfläche von 85×168 Metern ein sehr günstiges Verhältnis von nur 0,33 Poligonen pro überdecktem Quadratmeter erreicht. Zum Vergleich: ein mittelgroßes Stadthaus mit einer Grundfläche von 10×10 Metern und 300 verbauten Poligonen schafft nur ein Verhältnis von 3 und geht damit etwa zehnmal mehr verschwenderisch mit Poligonen um als die RAW-Halle.

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