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Leitturm

Flaktürme wurden immer in Paaren aufgestellt, das heißt, zu jedem Gefechtsturm gehörte ein Kommandoturm (Leitturm, L-Turm). In ihm waren, neben Wohn-, Bereitschafts- und Geräteräumen, der Batteriegefechtsstand und Räume zur Nachrichtenübermittlung eingerichtet.

Auf der Messgeräte-Plattform des L-Turms waren je ein FuSE 65 „Würzburg Riese“ (12 Meter tief in einem Schacht versenkbar), FuMG 39 „Würzburg“ bzw. FuMG 64 „Mannheim“, Entfernungsmesser und Kommandogerät installiert. Die mit den Funkmessgeräten errechneten Schusswerte wurden über Kabeltunnel hinüber zum Folgezeigersystem auf dem G-Turm übermittelt.

Mein Modell orientiert sich äußerlich am Vorbild des Turms Humboldthain (Typ I), von dem vier Exemplare (3 in Berlin, 1 in Hamburg) in leicht unterschiedlichen Variationen errichtet wurden. Heute existiert keiner der L-Türme mehr, lediglich die drei L-Türme (Typ II) in Wien haben die Zeiten überdauert.

LTurm1

LTurm2

LTurm3

Quellen:
Die schwere Flak (Müller),
Waffen-Arsenal, Sonderband 44: Die Flaktürme in Berlin, Hamburg und Wien (Foedrowitz),
Flakbunker (Angerer),
Deutschland, Stunde Null (Leiwig)

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