Zu Cool für Internet Explorer

Eisenbahngeschütz K5(E) „Schlanke Berta“

Mit insgesamt 25 an die Truppe abgelieferten Exemplaren war das K5(E) das Standardgeschütz der deutschen Eisenbahnartillerie im Zweiten Weltkrieg. Es hat ein Kaliber von 28 cm und gilt als technischer Höhepunkt dieses Waffenkonzeptes. Zusammen mit den anderen Typen von E-Geschützen bildete es eine äußerst mobile Reserve schwersten Flachfeuers für das Heer. Diese großkalibrigen Rohre konnten an exponierten Stellen bereitgehalten und bei Bedarf innerhalb kürzester Zeit zur Unterstützung, etwa der Küstenartillerie, herangezogen werden.

Technische Daten K5(E)
  • Deutschland
  • 1937-1944
  • 25
  • 31,63 m
  • 29,20 m
  • 18,70 m
  • 7,70 m
  • 26,40 m
  • 12 Achsen je 17,5 t
  • 210.000 kg
  • 7,2 t/m
  • 28 cm
  • L/76
  • 55°
  • ca. 63 km
  • ca. 22.800
  • ca. 18.800
  • 2.048 × 1.024 px

* Transportstellung.
In Gefechtsstellung um 1,90 m größer.
** LüP + Rohrüberhang

E-Geschütze wurden jedoch bald überflüssig, da das öffentliche Schienennetz mit seinen Viadukten, Tunneln, Knotenpunkten und Geländeeinschnitten angesichts der alliierten Bomberentwicklung zu viele verwundbare Stellen bot.

Das von Krupp und Hanomag gebaute Gerät hat eine Gesamtmasse von 210 Tonnen (in der Literatur geistert oft der falsche Wert von 218 Tonnen herum). Die beiden sogenannten Drehgestelle, eigentlich spezielle sechsachsige 90-Tonnen-Schwerlastwagen, haben einen Achsstand von 7,7 Metern. Der Laufkreisdurchmesser der Radsätze beträgt 900 Millimeter. Die Achslast beträgt je 17,5 Tonnen. Die Drehgestelle sind mit Hikgl-Druckluftbremsen mit GP-Wechsel ausgerüstet.

Für Gefechtsstellung wird das hintere Drehgestell mit der WR-Lokomotive um 1,9 Meter zurückgezogen, danach die Kraftzentrale, die beim Marsch mit dem Munitionszubringerwagen transportiert wird, hinübergeschoben.

Für den Verschub am Einsatzort gehören zu jeder Batterie ein bis zwei Diesellokomotiven, meistens vom Typ WR 360 C14. Die Geschütze tragen die Typenbezeichnung „Dessart Berlin W 35“, eine sechsstellige Wagennummer und dazu „Deutsche Reichsbahn“. Sie sind im Gattungsbezirk Berlin angesiedelt und als Privatwagen gekennzeichnet. Der Heimatbahnhof ist „Wustermark Vbf“.

Zu einem kompletten Geschützzug gehören neben dem bereits erwähnten Munitionszubringerwagen noch zwei Geschosswagen, zwei gepanzerte Kartuschwagen, ein Temperierungswagen sowie Mannschafts-, Stabs- Verpflegungs- und Flak-Wagen.

Seit Anfang 2012 wird das ursprünglich aus 2006 stammende Modell zwecks qualitativer Angleichung einer umfangreichen Revision unterzogen. Nachfolgend einige Screenshots vom aktuellen Entwicklungsstand. Das LOD0 ist zu etwa 80% fertiggestellt. Das Modell besteht aus etwa 22.500 Dreiecken, der Hauptskin hat eine Größe von 2048 × 1024 Pixel.

Mein besonderer Dank gilt Herrn Greg Heuer, der mich beim Beschaffen des seltenen Zeichnungsmaterials sehr wirkungsvoll unterstützt hat.

Diskussionen und Anregungen zu diesem Modell im Foo’rum.

Schreibe eine Antwort

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu erstellen.