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Mehrzwecklok E 44 (KEL 2)

Die Ellok der Baureihe E 44 wurden ab 1932 von SSW für die Deutsche Reichsbahn hergestellt. Bereits 1940 waren mehr als 100 Stück davon in Dienst gestellt. Die damals hochmodernen und richtungsweisenden Fahrzeuge mit zwei Drehgestellen (Achsformel Bo’Bo‘) bedeuten den Ursprung vieler nachfolgenden Baureihen, denn es wurde zum ersten Mal bei einer großen Ellok auf Vorlaufachsen und Stangenantrieb verzichtet und der viele Jahre erfolgreiche Tatzenmotorenantrieb etabliert.

Technische Daten E 44 (KEL 2)
  • Deutschland
  • Elektrolokomotive
  • Bo’Bo‘
  • ab 1932
  • 174
  • 15,29 m
  • 78 t
  • 2200 kW
  • 90 km/h
  • ca. 17000
  • ca. 14000
  • 1024 × 1024 px

Beachtlich ist, dass dieses damals revolutionäre Konzept von SSW auf eigenes Risiko gabaut wurde, um die Vorteile einer ganzen Reihe von technischen Fortschritten unter Beweis zu stellen: so kam z.B. zur Verringerung des Eigengewichts zum ersten Mal im Lokomotivbau die (Lichtbogen-) Schweißung in großem Umfang zur Anwendung. Nicht nur Brücken-, Rahmen- und Drehgestelle wurden geschweißt, sondern auch die Gehäuse, die Zahnradkörper sowie die Kessel und Verspannungsteile der Umspanner. Es gelang durch diese und andere Maßnahmen, in einem Gesamtgewicht von knapp 78 Tonnen eine Leistung von 2.800 kW unterzubringen und damit das Gewicht je kW-Stundenleistung um 50% zu verringern.

Schon nach kurzer Erprobungszeit wurde SSW mit der Ausrüstung weiterer Serien dieser Baureihe beauftragt. Die Lokomotiven bewährten sich derart gut, dass Maschinen bald an alle wichtigen E-Bw in Bayern, Württemberg, Sachsen und Schlesien geliefert wurden. Zeitweilig waren auch in Salzburg E 44 stationiert, die jedoch später an andere Bw abgegeben werden mussten.

Ab 1940 (E 44 126) wurden die Lokomotiven wegen der militärstrategischen Bedeutung unter der Bezeichnung KEL 2 (Kriegs-Ellok 2) als so genannte „Heimstofflok“ gebaut, wobei die im Ausland zu beschaffenden Metalle (hauptsächlich Kupfer) durch heimische Stoffe ersetzt wurden. So konnte von ursprünglich 6.500 kg Kupfer knapp 3.800 kg eingespart werden. Neben der Güterzuglokomotive E 94 waren die Lokomotiven dieser Baureihe die einzigen während der Dauer des Krieges weitergebauten Ellok. Insgesamt wurden 174 Maschinen hergestellt, von denen jedoch eine große Anzahl kriegsbedingt Totalschaden erlitten hatten und deshalb ausgemustert wurden.

Das Modell befindet sich derzeit in einer frühen Bauphase, der Baufortschritt beim LOD0 liegt bei etwa 70%. Gemäß der damals gültigen Vorschriften hat der Lokkasten einen blaugrauen Anstrich mit schwarzen Einfassungen und weißen Absetzlinien. Das Modell ist vorbildgerecht mit Stromabnehmern des Typs SBS 10 ausgestattet.

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