K5(E) „Leopold” Freitag, 6.10.2006
Mit insgesamt 25 zur Truppe gelangten Exemplaren war das K 5 (E) das Standardgeschütz der deutschen Eisenbahnartillerie im Zweiten Weltkrieg. Es hat ein Kaliber von 28 cm und gilt gemeinhin als der technische Höhepunkt dieses Waffenkonzeptes, das jedoch durch die Entwicklung des Luftkrieges zunehmend überflüssig wurde, da Bomber eine ähnliche Wirkung wirtschaftlicher erreichen konnten. Zudem bedrohten alliierte Bomber zunehmend die Schienennetze, auf die dieser Waffentyp zwingend angewiesen war.
Für den Verschub an den Einsatzort gehörten zu jeder Batterie ein bis zwei Diesellokomotiven, meistens vom Typ WR 360 C14. Ebenfalls kamen ab 1941 vereinzelt die großen Zwillingslokomotiven vom Typ D 311 zum Einsatz, welche eigentlich für den Verschub des Riesengeschützes „Dora” angeschafft wurden. Die Geschütze tragen die Typen-Bezeichnung „Dessart Berlin W353”, dazu „Deutsche Reichsbahn” und waren im Gattungsbezirk Berlin angesiedelt. Sie erhielten eine sechsstelligen Wagennummer. Der Heimatbahnhof war „Wustermark Vbf”.
Das Laufwerk besteht aus je sechs Radsätzen mit einen Laufkreisdurchmesser von 900mm. Die Drehgestelle sind mit Hikgl-Druckluftbremse mit GP-Wechsel ausgerüstet.


