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Archiv der Kategorie „3DO: Güterwagen”

Güterzugbegleitwagen Pwg 14 Freitag, 25.09.2009


Bis zur generellen Einführung der Druckluftbremse Mitte der 1920er Jahre war die Beförderung von Güterzügen eine personalintensive Angelegenheit. Mindestens ein Drittel der im Zug mitgeführten Wagen musste mit Bremsen ausgerüstet sein. Dabei handelte es sich meist um Handbremsen, die von Bremsern und Hilfsbremsern auf ein entsprechendes Pfeifsignal des Lokführers hin bedient wurden.

Die meisten kleineren Bahnstationen waren damals nicht mit Rangierpersonal besetzt. Deshalb reisten im Güterzug auch noch einige Schaffner mit, die unterwegs die Rangieraufgaben bewältigen mussten. Dieser Mannschaft war der Zugführer übergeordnet, der auch Vorgesetzter des Lokpersonals war. Für die Beförderung und Bearbeitung der Frachbriefe war der Packmeister zuständig. Alles in allem eine beachtliche Besatzung, die damals die Güterzüge begleitete.

Um in SoW vorbildgetreue Güterzüge zusammenstellen zu können, war es unbedingt erforderlich, einen Güterzugbegleitwagen herzustellen. Meine Wahl fiel auf den „Pwg pr 14”, also eine preußische Bauart. Diese Wagen wurden von 1914 bis 1925 in beachtlichen Stückzahlen hergestellt und im Laufe der Zeit mehrmals einem Umbauprogramm unterworfen.

Mein Modell orientiert sich an dem äußeren Erscheinungsbild bis 1939, mit durchgehenden Laufbrettern, Handläufen, Wagennummernschild und rundem Reichsbahnadler-Emblem. Der Anstrich und die Anschriften entsprechen den damaligen Vorschriften für Personenwagen. Trotzdem ist der Pwg 14 kein Personenwagen im herkömmlichen Sinn, sondern eher ein Güterzugwagen. Die Texturdatei des Hauptskins hat die übliche Größe von 1024 × 1024 Pixeln.
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Ommru Villach Donnerstag, 16.04.2009

Bei diesem Modell eines offenen Güterwagens der Gattung „Villach” handelt es sich um mein allererstes, ich begann damit im Frühjahr 2005. Es half mir, alle erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse zu erwerben, die für den professionellen 3D-Modellbau erforderlich sind. Die Techniken, die damals beim Bau dieses Wagens zum Einsatz kamen, waren grundlegend für alle nachfolgenden Modelle — auch wenn man neueren Modellen durchaus ansieht, dass der technische Fortschritt beim Modellbau keine Pause macht.

Inzwischen habe ich damit begonnen, den Ommru Villach komplett neu zu bauen. Die Unterschiede in Bezug auf Qualität und Detailreichtum wurden bei meinen anderen Modellen im Laufe der Zeit immer deutlicher. Mehr dazu im Beitrag zum abgebordeten Ommr Linz. Im folgenden Bild sieht man den Wagen mit der zu etwa 80% fertiggestellten Textur.

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Ommr Linz Mittwoch, 11.02.2009

Die zwischen 1939 und 1941 in großer Stückzahl von der DR beschafften offenen Güterwagen der Bauart „Ommr Linz” hatten Bordwände von lediglich einem Meter Höhe. Ihr Einsatzzweck war der Transport von Straßenfahrzeugen, und sie waren sowohl in bezug auf die Herstellung als auch die Nutzung an die militärischen Bedürfnisse der Wehrmacht angepasst. Dafür konnten die hölzernen Seitenwände, im Gegensatz zum „Ommru Villach”, vollständig abgenommen werden. Grundsätzlich waren diese Wagen zum Transport für alle Güter zugelassen. Sie waren an dem großen räumlichen Sprengwerk mit außen liegenden Rahmenwangen und dem Achsstand von 6 Metern erkennbar.

Ursprünglich waren diese Wagen für ein Ladegewicht von 20 Tonnen konstruiert. Ihre Fahrwerke waren jedoch verstärkt ausgeführt und für eine Achslast von 20 Tonnen geeignet. Nach einer Verfügung der Deutschen Reichsbahn vom 21. März 1940, welche zur besseren Ausnutzung der Ladekapazitäten von Güterwagen führen sollte, wurde für einige Fahrzeugtypen für die Dauer des Krieges die Beladung mit einem erhöhten Ladegewicht genehmigt. Auch die Wagen des Gattungsbezirkes Linz fielen unter diese Sondergenehmigung, so dass sie mit 25,5 Tonnen beladen werden konnten. Nachweislich haben auch einige Fahrzeuge dieses Typs das Ladegewichtszeichen für 25 Tonnen angeschrieben bekommen.

Dieser Wagen entsteht in abgebordeter Version momentan sozusagen als „Abfallprodukt” im Rahmen eines Neubaus des nun doch schon in die Jahre gekommenen „Ommru Villach”. Da beide Wagen, Linz und Villach, die selbe Untergestell-Konstruktion besitzen, drängt sich dieser Schritt geradezu auf.

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G(h)s Oppeln Sonntag, 1.02.2009

Der direkte Nachfolger vom „Gr Kassel” war der ab 1938 gebaute G(h)s Oppeln. Der Wagenkasten wurde größtenteils übernommen, jedoch entfielen wegen der Schweißtechnik die Knotenbleche. Der Achsstand wurde von 4,5 auf 6,0 Metern erweitert. Das Untergestell erhielt ein ebenes dreieckförmiges Sprengwerk. Gebremst wurde der Wagen mittels Hildebrandt-Knorr-Güterzugbremse (Hikgbr). Durch die baulichen Neuerungen gegenüber dem Kassel konnte die Höchstgeschwindigkeit auf 90 km/h angehoben werden (Nebengattungszeichen „s”). Wagen mit dem Nebengattungszeichen „h” sind mit einer Dampfheizleitung ausgestattet und können damit in Personenzüge eingereiht werden.

Während des Krieges vereinfachte man die Kostruktion dieser Wagen weiter, welche dann dem Gattungsbezirk „Bremen” zugeordnet wurden. Das Modell entspricht in Poligonzahl und Texturen weitestgehend dem „Gr Kassel”. Im Bild sieht man das Modell zu etwa 90% fertiggestellt. Die Textur wird derzeit überarbeitet.

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Rr(m)s Stuttgart Dienstag, 6.01.2009

Dieser geschweißte Austauschbau-Rungenwagen mit der ursprünglichen Bezeichnung „Rs“ wurde ab 1938 gebaut und hat einen Achsstand von 8,0 Metern. Sein Untergestell stimmt mit dem des „Gl Dresden“ überein. Die gelungene und stabile Konstruktion ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h und ohne nennenswerte technische Änderungen die Anhebung der Lademasse auf 20 t (Nebengattungszeichen „m“). Die übrigen konstruktiven Merkmale waren vollständig auf die Bedürfnisse der Wehrmacht ausgerichtet: so dienten beispielsweise die komplett aus Stahl gefertigten Stirnwände gleichzeitig als Überfahrbleche, und man verzichtete auf das Bremserhaus zugunsten eines umklappbaren Bremserstandes (bei den Versionen mit Handbremse).

Die Wagen dienten zum Transport allen möglichen militärischen Großgeräts, sogar Flugzeuge wurden auf ihnen befördert.  Aus strategischen Gründen wurde das Nebengattungszeichen „r“ zunächst nicht an die eigentlich breitspurtauglichen Wagen angeschrieben, später erhielten sie jedoch ordnungsgemäß die Bezeichnung „Rrs“. Fast 24.000 dieser soliden Fahrzeuge wurden bis 1943 gebaut. Nach dem Verbandswagen „R Stuttgart“ ist dies der zweite Rungenwagen in meinem Programm.

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