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Archiv der Kategorie „3DO: Lokomotiven”

Wehrmachtslok WR 550 D 14 Dienstag, 28.07.2009

Wie schon ihre drei- und zweiachsigen Schwestern, WR 360 C 14 und WR 200 B 14, war die vierachsige WR 550 D 14 ein Ergebnis des wohl ehrgeizigsten Baumusterprogrammes für Diesellokomotiven in Deutschland. 1941 konnte von BMAG, 1942 von KHD und O&K jeweils ein Muster fertiggestellt werden. Kriegsbedingt wurde jedoch darauf verzichtet, weitere Maschinen dieses Typs zu bauen. Die 22 bereits vorliegenden Bestellungen wurden allesamt annulliert. Wie auch alle anderen Maschinen der WR-Typenreihe waren sie nicht im Bestand der Deutschen Reichsbahn. Während zwei der Lokomotiven zum Einsatz nach Nordafrika verschifft wurden und dort kriegsbedingt verloren gingen, baute man die O&K-Lok bei BMAG zu einem Panzertriebwagen um, der noch heute in Warschau besichtigt werden kann. Dementsprechend ist mein Modell für ein künftiges Nordafrika-Szenario vorgesehen.

Das Modell besteht aus 4.300 Dreiecken, und es benutzt die übliche Texturgröße von 1.024×1.024 Pixeln. Geometrie und Textur wurden im Juli 2009 komplett überarbeitet und an die Standards der aktuellen Modelle angepasst.

Mehrzwecklok E.636 der FS Dienstag, 11.03.2008

Von 1940 bis 1962 wurden in Italien insgesamt 469 Maschinen dieses Typs für die FS beschafft und im schweren Güter- und Personenzugdienst eingesetzt. Diese beeindruckenden Lokomotiven hatten geteilte Lokkästen mit der Achsfolge Bo’Bo’Bo’. Je nach Übersetzung wurden Loks dieser Gattung für Geschwindigkeiten von 90 bis 110 km/h eingesetzt. Die sehr guten Erfahrungen, die man während des Betriebes mit dieser Bauweise machte, führten dazu, dass die Achsfolge mit drei Drehgestellen als Standard für viele nachfolgenden Baureihen in Italien festgelegt wurde.

Als Vorbild wählte ich die von Breda gebaute E.636.042, eine Maschine der ersten Serie von 1940 bis 1942 (001–108). Nach kriegsbedingten Beschädigungen wurde die 042 zurückgestellt und 1947 abgewrackt.

Das Modell wird nach seiner Fertigstellung etwa 15.000 Dreiecke und einen Skin in der üblichen Größe von 1.024×1.024 Pixeln haben. Warum ich dieses Modell baue? Auf diese Frage weiß ich eigentlich auch keine genaue Antwort, denn niemand kann heute sagen, ob Teile von Italien in SoW jemals vorkommen werden. Mir gefällt diese Lokomotive einfach, und die erforderlichen Zeichnungen hatte ich schon seit langer Zeit herumliegen.

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Rangierlok BR 89 Donnerstag, 30.08.2007


Die Lokomotiven der Gattung T3 der Preußischen Staatseisenbahnen waren laufachslose, dreifach gekuppelte Tenderlokomotiven. Es waren mithin die ersten Lokomotiven, die nach den so genannten Normalien gebaut wurden. Die ersten Exemplare lieferte Henschel im Jahr 1882. Dieser Typ, der bei der DR als Baureihe 89 geführt wurde, war für den leichten Rangierdienst bestimmt, eignete sich jedoch auch für den leichten Streckendienst auf Nebenbahnen, wenn die Lokomotive mit Turbogenerator und Luftpresser ausgerüstet war.

Das Modell ist zu etwa 50% fertiggestellt, u.a. die Tricksteuerung fehlt noch komplett. Als Poligonlimit hatte ich mir einen Wert von etwa 3.500 gesetzt.

t3_0.jpgt3_1.jpgt3_2.jpgBR89_00

Wehrmachtslok WR 360 C 14 Samstag, 18.08.2007

Die Diesellokomotiven des Typs WR 360 C 14 entstanden in den späten 1930er Jahren als Mehrzwecklokomotiven für die deutsche Wehrmacht. Insgesamt 313 Maschinen wurden bis Kriegsende von BMAG, O&K, KHD, Henschel, Krupp und DWK gebaut. Die Typenbezeichnung steht für eine Wehrmachtlokomotive für Regelspur mit 360 PS, Achsfolge C (drei Kuppelachsen) und einer Achslast von (ca.) 14 Tonnen. Wie auch alle anderen Maschinen der WR-Typenreihe waren sie nicht im Bestand der Deutschen Reichsbahn.

Nach den anderen Wehrmachtslokomotiven WR 200 B 14WR 110 B, D 311 und WR 550 D 14 habe ich mit diesem Modell schließlich die fünfte und zweifellos wichtigste deutsche Militärlokomotive im Programm. Ich habe sie als Ex-geschützte Ausführung hergestellt, die man äußerlich an der Auspuffkühlanlage erkennen kann (daher das „K” am Ende der Typenbezeichnung). Damit ist sie für den Einsatz innerhalb Munitionsanstalten der Luftwaffe (LuftMunA) und Treibstofflagern geeignet. Das Modell besteht aus 3.552 Dreiecken, die Texturdatei des Hauptskins ist 1024×1024 Pixel groß.

wr360_1.jpgwr360_2.jpgwr360_3.jpgwr360_4.jpgWR360C14K_01

Schnellzuglok A4 der LNER Montag, 18.06.2007

Die Klasse A4 der britischen LNER bezeichnet dreizylindrige vollverkleidete Schnellzugdampfloks mit der Achsfolge 2′C1′ (Pazifik) des englischen Konstrukteurs Nigel Gresley. Die Lokomotive Mallard dieser Baureihe stellte am 3. Juli 1938 mit 201,2 km/h den bis heute offiziell gültigen Geschwindigkeitsweltrekord für Dampflokomotiven auf.

So weit zu den Fakten. Jeder echte Dampflokfan weiß jedoch, dass diesem Weltrekord ein „G’schmäckle“ anhaftet. Denn er wurde auf einer Gefällstrecke erreicht mit einer für diesen Rekordversuch speziell präparierten Maschine, welche anschließend nicht mehr fahrtüchtig war und abgeschleppt werden musste. Der bis zu jenem Tag gültige Weltrekord — zwei Jahre zuvor aufgestellt von der deutschen 05 002 — wurde hingegen „nebenbei“ beim Aufholen einer Verspätung erreicht. Aber zweifellos ist die A4 eine extrem schnelle und gut aussehende Dampflokomotive. Ihre Leistung zu schmälern soll nicht meine Absicht sein, und schließlich geht es hier um das Modell und nicht um sein Vorbild.

Als Vorbild für mein Modell suchte ich mir die Nummer 4469, Sir Ralph Wedgwood, aus. Diese Maschine trug ursprünglich den Namen Gadwall und war die einzige A4, welche während des Krieges unmittelbar den Kampfhandlungen zwischen England und Deutschland ausgesetzt war und dabei zerstört wurde. Und damit wird diese Lokomotive aus historischer Sicht für eine Kampfflugsimulation sehr interessant.

Nicht zweifelsfrei konnte ich die Frage der korrekten Farbgebung klären. Dazu nahm ich Kontakt zu Eisenbahnfans in England auf und erhielt interessante Antworten. Mehrheitlich wird die Meinung vertreten, dass Sir Ralph Wedgwood bis zu ihrem Ende in „LNER Garter Blue“ lackiert war. Jedoch gibt es Hinweise darauf, dass die Lokomotive während einer Generalüberholung in Doncaster, zwei Wochen vor ihrer Zerstörung, noch den schwarzen Kriegsanstrich „Wartime Black“ erhalten habe.

Mein Modell hat, zusammen mit dem Schlepptender, etwa 11.000 Dreiecke und verwendet je einen Hauptskin mit 1024×1024 für die Lok bzw. 1024×512 Pixel für den Tender.