Das Modell meiner Schule orientiert sich zum größten Teil am Vorbild der Volksschule Berlin-Marienwalde, welches 1905 entstand. Allerdings habe ich beim Modell einige der Details nicht dargestellt, um die Anzahl der verbauten Dreiecke möglichst gering zu halten. Trotzdem erscheint das Schulgebäude sehr authentisch und passt außerordentlich gut in städtische Gebiete hinein.
In dem Bestreben, für Industriegebiete universell einsatzbare Werkgebäude zu erschaffen, fiel meine Wahl auf das Krafthaus der ehemaligen Bezirks-Zentralschmiede Kornwestheim. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine symmetrische dreischiffige Basilika mit 6 Jochen. Das Mittelschiff ist durch einen Fenstergaden auf Länge vom ersten bis zum sechsten Joch überhöht. Das Gebäude diente als Generatorhaus zur Stromerzeugung. Es hat die Zeiten fast unverandert überdauert und existiert noch heute, auch wenn es inzwischen einen anderen Zweck erfüllt. Der 60 Meter hohe Schornstein wurde 2009 abgerissen.
Sowohl allein stehend als auch in Komposition mit dem Werkgebäude macht das Krafthaus eine sehr gute Figur.
Dieses Modell ist in Il-2 Sturmovik: Cliffs Of Dover enthalten.
Reichsbahnausbesserungswerke (RAW), davor auch „Centralwerkstätten“ oder „Hauptwerkstätten“ genannt, dienten in erster Linie der Instandhaltung und auch dem Neubau von Schienenfahrzeugen oder deren Komponenten. Im Gegensatz zu Bahnbetriebswerken (Bw), die alltägliche kleinere Arbeiten übernehmen, sind Ausbesserungswerke auf größere Reparaturen, Hauptuntersuchungen und die Aufarbeitung von Tauschteilen spezialisiert. Ferner erfolgen Umbauten und Modernisierungen von Fahrzeugen, sowie in Einzelfällen der Neubau von Schienenfahrzeugen. Neben der Unterhaltung der Fahrzeuge übernehmen manche Ausbesserungswerke auch das Anfertigen von Weichen, den Bau von Signalbrücken, Bahnsteigdächern und ähnlichen Stahlbauten. Je nach Spezialisierung der Ausbesserungswerke spricht man auch von Reisezugwagenwerken (Wartung von Personenwagen), Güterwagenwerken (Wartung von Güterwagen) und Weichenwerken (Herstellung von Weichen).
Das Modell hat kein konkretes Vorbild, orientiert sich äußerlich jedoch zum größten Teil an der so genannten „Lokhalle“ Göttingen. Jeder, der auf einer Zugfahrt von Hannover nach Kassel am Hauptbahnhof in Göttingen rechts aus dem Zug schaut, kann den gewaltigen Backsteinbau dort bestaunen.
Reichsbahnausbesserungswerk
Deutschland
Industriegebäude
1930
168 × 85 m
ca. 14200 m²
ca. 4700
ca. 5500
2 × 1024 × 1024 px
Mein Ziel war es, eine Halle zu erschaffen, die mit wenigen Veränderungen auch eine Fabrikhalle für Flugzeuge oder Panzer abgeben kann. So entstand ein Gebäude im Stil einer dreischiffigen symmetrischen Basilika mit 16 Jochen. Das Mittelschiff ist auf ganzer Länge durch einen Fenstergaden erhöht. Die Fassaden sind zwischen den angedeuteten Stahlbetonstützen mit roten Mauerziegeln ausgefacht und durch kräftige Lisenen reich gestaltet. In Kombination mit meinen anderen Industriegebäuden lassen sich große und authentisch wirkende Fabrikhallenkomplexe zusammenstellen.
Die Anzahl der verbauten Poligone hört sich mit 4.700 für ein Gebäude zunächst zwar sehr hoch an, jedoch muss man bedenken, dass diese große Halle mit einer Grundfläche von 85×168 Metern ein sehr günstiges Verhältnis von nur 0,33 Poligonen pro überdecktem Quadratmeter erreicht. Zum Vergleich: ein mittelgroßes Stadthaus mit einer Grundfläche von 10×10 Metern und 300 verbauten Poligonen schafft nur ein Verhältnis von 3 und geht damit etwa zehnmal mehr verschwenderisch mit Poligonen um als die RAW-Halle.
Dieses Modell ist in mehreren Varianten in Il-2 Sturmovik: Cliffs Of Dover enthalten.
Auf dem Gelände einer ehemaligen Pionierkaserne in Hannover findet sich dieses Verwaltungsgebäude, auf dessen Rückseite eine Turnhalle angebaut ist. Der Bau enthält außerdem noch einen Kinosaal. Das Modell befindet sich momentan in einer frühen Bauphase, etwa 50% sind fertiggestellt. Es besteht aus etwa 750 Poligonen und 600 Vertices. Der Hauptskin hat die Größe von 1024 × 1024 Pixeln. Zugunsten anderer Projekte ruhen die Arbeiten derzeit an diesem Gebäude.
Als Vorbild für das Modell eines mittelstädtischen Bahnhofes wählte ich den in Lüneburg. Das Zeichnungsmaterial konnte ich dem zweiten Band der Buchreihe „Historische Bahnhofsbauten” von Manfred Berger entnehmen. Allerdings stammten diese Zeichnungen alle aus der Zeit um 1848, als das Gebäude errichtet wurde. Im Laufe der Zeit erfuhr lüneburgs Bahnhof jedoch mehrere Umbaumaßnahmen, und so stellte sich mir die Frage, wie das Gebäude konkret um 1940 aussah. Einziger Hinweis darauf gab ein Schwarzweiß-Dia von 1895, welches sich im Niedersächsischen Hauptstaatsarchiv in Hannover befindet. Während sich die Rekonstruktion der rohen Außenmaße trotzdem einigermaßen unproblematisch bewerkstelligen ließ, sind seriöse Angaben zur Farbgebung und Beschaffenheit der Fassade zu jenem Zeitpunkt kaum mehr möglich. Daher blieb mir mal wieder nichts anderes übrig als zu improvisieren. Aber ich denke, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann.
Erst als ich das Modell fertig hatte, kamen mir neue Erkenntnisse hinsichtlich des Bauzustandes um 1940. Demnach handelt es sich bei meinem Modell eher um die Form, wie das Gebäude bis in die Achtzigerjahre des vorletzten Jahrhunderts ausgesehen haben könnte. Ein konkreter Hinweis auf das eigentlich beabsichtigte gibt eine weitere Ansichtskarte. Man erkennt, dass sich seit damals bis heute nur wenig am Äußeren des Gebäudes verändert hat.
Anschließend einige Postkarten des Bahnhofs Lüneburg verschiedener Epochen. Deutlich erkennt man die Veränderungen, welche im Lauf der Zeit am Gebäude vorgenommen wurden.
Dieses Modell ist in Il-2 Sturmovik: Cliffs Of Dover enthalten.